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Erdsauna: Alles Wissenswerte im Überblick

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Erdsauna Temperatur, Luftfeuchtigkeit und mehr im Detail

Die Erdsauna ist etwas besonderes unter den Saunen. Sie gilt nicht nur als eine der ältesten Saunaarten, sondern fällt auch durch ihre einzigartige Bauform schnell ins Auge. In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wissenswerte zu dieser Sauna-Art.

Was ist eine Erdsauna?

Die Erdsauna (auch Erdwallsauna) zeichnet sich durch ihre markante Bauweise aus, denn die Schwitzkabine liegt entweder ganz oder teilweise unter der Erdoberfläche. Dadurch besitzt eine Erdsauna in der Regel keine Fenster.

Heutige Erdsaunen befinden sich in Erdhügeln oder Erdkellern. In der klassischen Variante waren Erdsaunen oft in Höhlen, in Felsen oder richtigen Erdhöhlen zu finden. Diese Höhlen wurden mit einem Saunaofen ausgestattet und aufgeheizt. Insgesamt ist der Bau einer solchen Sauna recht aufwändig, darum ist die Erdsauna ein eher seltener Vertreter der verschiedenen Sauna-Arten.

Erdsauna: Temperatur und Luftfeuchtigkeit

In einer Erdsauna kann es recht heiß werden, die Temperatur liegt zwischen 90 °C und 110 °C. Darüber hinaus ist die Luftfeuchtigkeit zugleich sehr niedrig, sie beträgt lediglich ca. 9 %. Auch in einer Erdsauna werden Aufgüsse verwendet, jedoch bedachter und mit weniger Wasser. Der Einsatz von Sauna-Aufgüssen sorgt dafür, dass sich die Luftfeuchtigkeit und Temperatur in der Sauna rasch erhöht.

Insgesamt gehört die Erdsauna zu den trockenen und heißen Saunatypen.

Ursprung: Woher kommt die Erdsauna?

Die Erdsauna wird oft auch als Urform der finnischen Sauna bezeichnet. In den kalten langen Wintern konnten sich die Finnen mithilfe dieser Sauna aufwärmen. Für die Erdsaunen wurden Erdhöhlen oder auch in den Boden gegrabene Löcher verwendet. Überdacht wurden die Saunen mithilfe von Holzstämmen sowie Laub, Moos und Flechten. Für die Beheizung der Erdsaunen kamen Steine zum Einsatz, die zuvor im Feuer erhitzt wurden.

Wie läuft ein Saunagang in der Erdsauna ab?

Aufgrund der trockenen Hitze, die in einer Erdsauna herrscht, tritt der Schwitzvorgang deutlich schneller ein als in feuchteren Saunavarianten. Dementsprechend sollte die Länge des Saunagangs in der Erdsauna angepasst und etwas verkürzt werden. Etwa 10 bis 15 Minuten sind für die meisten Menschen eine gute Empfehlung. Erfahrene Saunagänger bleiben jedoch oft auch um die 20 Minuten in der Erdsauna.

Tipp: Die trockene Hitze wird von vielen Saunagängern als angenehmer empfunden, als die Hitze in klassischen und feuchteren Saunaarten.

Grundsätzlich sollte in Erdsaunen bei einem Aufguss weniger Wasser verwendet werden, denn schon eine geringe Menge Wasser hat aufgrund der Bauweise einen großen Effekt und führt zu einer starken Erhöhung der Temperatur. Der Saunameister sollte die besonderen Begebenheiten der Erdsauna kennen.

Lässt sich eine Erdsauna selber bauen?

Wer einen eigenen Garten beziehungsweise ein eigenes Grundstück besitzt, kann darauf durchaus eine Erdsauna selber bauen. Jedoch ist der Bau einer solchen Sauna recht aufwändig und auch die Baukosten sind im Vergleich zu anderen Saunen eher hoch. Zudem sollte vor der Umsetzung fachlicher Rat bezüglich des Baugrundes eingeholt werden. Zusätzlich ist eine Genehmigung der Baubehörde notwendig.

Wo lässt sich dieses Sauna-Erlebnis genießen?

In den letzten Jahren hat sich die Beliebtheit von Erdsaunen erhöht, was auch dazu beiträgt, dass sie etwas öfter in Wellness-Einrichtungen und öffentlichen Saunen angeboten wird. Dennoch ist sie vergleichsweise selten zu finden, was an ihrer aufwändigen Bauart und den damit verbundenen Kosten liegt.

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